Grüner Star - Glaukom

Der grüne Star (Glaukom) bezeichnet Erkrankungen des Sehnervs, welche durch eine fortschreitende Schädigung der Nervenfasern zur Einschränkung des Gesichtsfelds führen. Beim grünen Star werden entgegen der AMD nicht primär das Zentrum der Netzhaut sondern die aussen liegenden Areale beschädigt. Der hauptsächliche Risikofaktor ist ein erhöhter Augendruck. Es sind aber auch Formen des grünen Stars bekannt, bei denen der Augendruck normal bleibt. Der Patient nimmt einen erhöhten Augendruck selber nicht wahr. Auch eine fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung wird erst im Spätstadium bemerkt, kann dann aber zur raschen Erblindung führen. Damit ist der grüne Star eine besonders tückische Augenerkrankung, weil sie lange Zeit ohne Symptome bleibt und nur mit einer gründlichen Augenuntersuchung diagnostiziert werden kann. Die alleinige Messung des Augendrucks ist nicht ausreichend.

Ein Glaukom kann nicht geheilt sondern höchstens aufgehalten werden. Ein bereits bestehender Schaden ist nicht rückgängig zu machen. Wenn ein grüner Star diagnostiziert wird, muss meistens eine lebenslängliche augendrucksenkende Therapie mit Augentropfen begonnen werden. So kann auch die zentrale Sehschärfe in fast allen Fällen erhalten werden. Wenn Augentropfen den Augendruck nicht genügend senken können, ist eine Glaukomoperation notwendig. Die ausführliche Aufklärung über einen solchen Eingriff und ein solides Vertrauensverhältnis zwischen Augenarzt und Patient sind von enormer Wichtigkeit, da dem Patienten oft in einem Stadium der Erkrankung zu einer Operation geraten werden muss, in dem er selber keinerlei Beschwerden hat.

gesunder Sehnerv kranker Sehnerv Bild 1 kranker Sehnerv Bild 2

Eine Glaukomoperation (Trabekulektomie) kann in örtlicher Betäubung oder Narkose durchgeführt werden. Ihr Ziel ist es, den Augendruck ohne Tropftherapie dauerhaft zu senken. Die Operation führt in rund 70% der Fälle zu einer ausreichenden Senkung des Augendrucks. Dabei ist die postoperative Nachsorge ein wichtiger Schritt zum Erfolg. Daher muss in den ersten 2 Monaten jede Woche eine Kontrolle stattfinden. Ausserdem ist anfangs eine intensive Augentropftherapie notwendig. In 30% der Fälle kommt es trotz Operation zu einem erneuten Anstieg des Augendrucks, sodass entweder wieder eine Therapie mit Augentropfen begonnen oder eine zweite Glaukomoperation geplant werden muss.

Die Glaukomoperation kann in verschiedenen Modifikationen durchgeführt und zum Teil mit Glaukom-Implantaten kombiniert werden. Was für den einzelnen Patienten die erfolgreichste Methode ist, wird im Vorfeld eingehend besprochen.

Grüner Star

Operationsinformationen Augenzentrum Wil